Toyota Land Cruiser FZJ73
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Während der Rest der Welt eifrig damit beschäftigt war, SUVs einander immer ähnlicher zu machen, machte Toyota einfach seelenruhig sein eigenes Ding. Mehr noch: Während die meisten Geländewagen aus den 90ern heute nur noch auf einem Schrottplatz irgendwo hinter einer Halle auftauchen, fuhren die Land Cruiser jener Zeit einfach weiter.
Nach Afrika, nach Australien, an die entlegensten Orte der Erde, wo es keinen ADAC, keine Ladesäule und schon gar keinen Pannendienst gibt. Wenn die UNO irgendwohin Hilfsgüter bringen muss, wo die Straße aufhört, steht dort kein Range Rover bereit. Dort steht ein Toyota. Und in neun von zehn Fällen ist es einer aus genau dieser Familie.
Die 70er-Serie ist das unverfälschte, ungeschönte Arbeitstier der Land-Cruiser-Baureihe. Kein Chrom um des Chroms willen, keine Ledersitze mit Massagefunktion, kein Armaturenbrett, das dir morgens einen guten Tag wünscht. Das ist die Generation, die gebaut wurde, um zu überleben, nicht um auf dem Parkplatz des Golfclubs Eindruck zu schinden. Und gerade deshalb ist sie inzwischen so schrecklich begehrt. Die Preise, die diese Dinger heute erzielen, besonders in den guten Ausführungen, würden so manchen AMG-Besitzer erröten lassen.
Nun gibt es einen feinen Unterschied zwischen dem, was einem üblicherweise begegnet, und dem, was hier steht. Die meisten 70er, die man in Deutschland sieht, sind Diesel: nagelnde, ratternde, unverwüstliche 1HZ-Blöcke. Dieser aber nicht. Dieser trägt den FZJ-Code, und der steht für etwas Herrliches: den 4,5 Liter großen 1FZ-FE-Sechszylinder.
Auf Benzin. Zweihundertfünfzehn PS an geschmeidiger, gieriger Reihensechszylinder-Gewalt, die klingt wie ein Auto, das genau weiß, was es tut. Kein Dieselgenagel, sondern ein tiefer, brummender Bariton, der dich aus dem Nichts heraus umschalten lässt auf 'her mit dem Flussbett'.
Gut, zurück zum Auto in Frage. Es ist ein FZJ73 aus dem Jahr 1994 in der Farbe Sandy Taupe, und das ist genau der Ton, den man will. Nicht weiß, nicht schwarz, sondern ein Sandton, der aussieht, als käme er gerade von einer Expedition durch die Serengeti gerollt.
Was mir an diesem Auto so gefällt, ist seine Ehrlichkeit. Du steigst ein, du hörst diesen Block knurren, du greifst nach dem Schalthebel, und da gibt es keine einzige elektronische Zwischenschicht, die versucht, schlauer zu sein als du. Kein Assistent, der piept, wenn du dem Bordstein zu nahe kommst. Einfach nur du, ein Lenkrad, ein Getriebe und ein Sechszylinder, der überall hinkommt. Es ist das automobile Gegenstück zu einer guten Lederjacke: nicht schön im klassischen Sinne, aber etwas, das nur besser wird, je härter du es benutzt.
Wer kauft so etwas? Jemand, der genug hat von Autos, die zu allem eine Meinung haben. Jemand, der nach Marokko fahren will, ohne Schutzbrief. Jemand, der ihn vor einer Strandbar abstellt und garantiert zehn Leute anzieht, die früher einen Onkel mit genau so einem hatten. Oder einfach jemand, der versteht, dass ein Auto, das gebaut wurde, um niemals kaputtzugehen, am Ende das Klügste ist, das man kaufen kann.
Die 70er-Serie macht nicht halt bei einem Platten, einem Schlammloch oder einem Land ohne Asphalt. Die einzige Frage ist, wie weit du willst.
Besondere Merkmale
- 4,5 Liter 1FZ-FE-Sechszylinder-Benzinmotor (215 PS)
- Seltene FZJ-Benzinvariante statt des üblichen Diesels
- Handgeschaltet, echtes Offroad wie vorgesehen
- Farbe Sandy Taupe, expeditionstauglicher Sandton
- Französische Zulassung als véhicule de collection
- Vollständige Importpapiere: Zoll Le Havre, FFVE-Attest
- Technische Prüfung bestanden, gültig bis Mai 2028
- Unverwüstliches 70er-Serie-Fahrwerk
- Margenfahrzeug
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