Lamborghini Gallardo LP500 5.0 V10 in manual
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Lamborghini Gallardo 5.0 V10 Manual
Als Lamborghini 2003 den Gallardo vorstellte, war die Marke eigentlich schon eine ganze Weile reif für einen neuen Kurs. Der Diablo hatte dem Murciélago Platz gemacht, und unter den Fittichen von Audi blickte man in Sant'Agata Bolognese inzwischen mit einem etwas anderen Blick in die Zukunft. Lamborghinis mussten nach wie vor laut, extravagant und vor allem furchtbar schnell sein, aber es wäre natürlich angenehm, wenn man damit auch einfach nach Südfrankreich fahren könnte, ohne unterwegs die italienische Pannenhilfe persönlich kennenzulernen.
Das Ergebnis war der Gallardo. Ein verhältnismäßig kompakter Lamborghini mit Allradantrieb, einem Saug-V10 und einer Bauqualität, die einen gehörigen Schritt nach vorn gegenüber seinen Vorgängern bedeutete. Der Entwurf stammte von Luc Donckerwolke, dem eine besonders gelungene Kombination aus traditioneller Lamborghini-Formgebung und den strafferen Linien des neuen Jahrtausends gelang.
Gut zwanzig Jahre später wirkt der ursprüngliche Gallardo noch immer überraschend frisch. Mehr noch: Unserer Meinung nach ist die erste Generation inzwischen vielleicht sogar die schönste.
Doch es gibt ein Detail, das diesen Gallardo aus dem Juni 2006 wirklich besonders macht. Zwischen den Vordersitzen finden wir nämlich kein E-Gear-Getriebe, sondern ein klassisches handgeschaltetes Sechsganggetriebe. Komplett mit der wunderschönen metallenen Schaltkulisse, auf die die Italiener jahrelang ein Patent zu haben schienen. Ein Detail, dem man heutzutage eigentlich nur noch begegnet, wenn man in einen Klassiker einsteigt.
Die meisten Gallardos wurden damals mit dem robotisierten E-Gear-Getriebe ausgeliefert. Verständlich, denn Schaltwippen waren 2006 absolut die Zukunft. Inzwischen wissen wir, dass uns diese Zukunft vor allem sehr viele rasend schnelle Automatikgetriebe beschert hat, dass damit aber auch das klassische Schaltgetriebe nahezu vollständig aus dem Supersportwagen-Segment verschwunden ist. Und genau deshalb ist ein Gallardo mit drei Pedalen heute so interessant.
Unser Exemplar wurde im Juni 2006 neu in Schweden ausgeliefert und hat inzwischen 76.863 Kilometer auf dem Tacho. Eine Laufleistung, die uns bei einem Auto wie diesem im Übrigen ganz und gar nicht unglücklich macht. Es ist ein Lamborghini, der tatsächlich für das genutzt wurde, wofür er gebaut wurde, ohne dass von einer übermäßig hohen Laufleistung die Rede sein kann. Zudem ist eine umfangreiche Wartungshistorie vorhanden, und das Auto erhielt bei 76.280 Kilometern noch einen großen Service. Seither wurden damit lediglich 583 Kilometer gefahren.
Und dann die Farbe. Blu Fontus. Während der durchschnittliche Gallardo in Gelb, Orange oder Schwarz bestellt wurde, entschied sich der Erstbesitzer für einen besonders schönen dunkelblauen Metalliclack. Eine Farbe, die dem Auto eine völlig andere Ausstrahlung verleiht. Im Schatten wirkt er beinahe zurückhaltend, während im Sonnenlicht das Blaumetallic herrlich zur Geltung kommt.
Es ist vielleicht nicht die erste Farbe, an die man bei einem Lamborghini denkt, aber gerade deshalb finden wir sie so gelungen. In Kombination mit dem schwarzen Lederinterieur ergibt das eine besonders geschmackvolle Konfiguration.
Was bei diesem Gallardo sofort auffällt, ist der gepflegte Zustand, in dem er sich befindet. Die Karosserie präsentiert sich besonders schön, der Lack hat einen schönen tiefen Glanz, und auch das Interieur hat die Jahre hervorragend überstanden. Das Leder, das Armaturenbrett und die verschiedenen Bedienelemente machen einen gepflegten Eindruck.
Gerade bei einem Auto, das inzwischen zwanzig Jahre alt ist, sind das Dinge, auf die wir großen Wert legen. Eine niedrige Laufleistung allein sagt schließlich nicht alles darüber aus, wie ein Auto sein Leben verbracht hat.
Auch die vorhandene Wartungsdokumentation ist ein wichtiger Teil der Geschichte. Bei einem Lamborghini geht es schließlich nicht nur um die Anschaffung, sondern vor allem um die Art und Weise, wie Vorbesitzer mit dem Auto umgegangen sind. Eine gut geführte Historie und nachweislich durchgeführte Wartung sind unserer Meinung nach mindestens so wichtig wie die Farbe oder die Optionsliste. Der kürzlich durchgeführte große Service ist dabei natürlich ein erfreulicher Umstand.
Hinter den Vordersitzen liegt der ursprüngliche 5.0-Liter-V10 mit 500 PS.
Vollständiger Einblick in die Unterlagen, auf denen unsere Beurteilung beruht. Carfax-Fahrzeughistorie, Wartungsdokumentation und Lackschichtmessung — Seite für Seite durchblätterbar.
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