Datsun 240Z
Diesen Datsun merken
Mit einem kostenlosen Konto behalten Sie ihn im Blick:
- Benachrichtigung bei Preisänderung oder Verkauf
- Pre-Market: neue Fahrzeuge vor allen anderen sehen
- bei den Live-Auktionen mitbieten
Nissan hat jahrelang so getan, als hätte es keine Ahnung, welchen Schatz es im Haus hatte. Dann, 1969, rollten plötzlich Sportwagen in den Showroom, die aussahen, als hätte sie ein Italiener gezeichnet, dabei aber die Zuverlässigkeit einer japanischen Armbanduhr besaßen. Eine lange Motorhaube, zwei Sitze, ein Reihensechszylinder mit zwei Vergasern und ein Preisschild, an dem sich die Konkurrenten aus Stuttgart und Modena beinahe verschluckten. Der Datsun 240Z. Der Osten, der höflich fragte, ob Europa bitte kurz zur Seite treten möchte.
Und es funktionierte. Das war keine Nachahmung eines E-Type oder eines 911, das war schlicht eine eigene Idee, die zufällig alles richtig machte. Die Linien von Yoshihiko Matsuo, der Sechszylinder aus der L-Serie, das Gewicht, das nirgends zu viel war. Amerika lag am Boden, Europa geriet in Panik, und der Z wurde zum meistverkauften Sportwagen seiner Zeit. Nicht, weil er schrie, sondern weil er einfach stimmte.
Clarkson würde sagen, dass man kein echter Autoliebhaber ist, bevor man einen Alfa besessen hat. Ich finde, man sollte auch für den 240Z einen Platz freihalten. Denn wer je hinter dieser langen Front gesessen hat, mit diesem Reihensechser, der zu einem Klang anschwillt, der eher an einen europäischen Grand Tourer erinnert als an einen Japaner, versteht genau, warum dieser Wagen heute Summen erzielt, von denen er damals nicht zu träumen wagte. Damals eine clever gewählte Alternative, heute ein Auto, um das sich die Sammler vor der Tür drängeln.
Gut, zurück zum 240Z, der hier steht. Ein Exemplar von 1972, in Weiß, mit dem korrekten Reihensechszylinder mit 152 PS und, Gott sei Dank, schlicht handgeschaltet. Zwei Sitze, Lederbezug und ansonsten jene Reinheit, die dieses Auto so beliebt macht: keine Bildschirme, kein Schnickschnack, nur du, die Straße und diese lange Nase, die vor dir nach vorn blickt.
Was diesen Z so besonders macht, ist die Dokumentation dahinter. Dies ist kein Auto, das irgendwo in einer Scheune vor sich hin gammelte und vor dem Verkauf schnell aufpoliert wurde. Hier wurde ernsthaft und gezielt gearbeitet, mit Teilen von Z-Services aus Frankreich, dem Spezialisten, bei dem die echten Z-Fahrer ihre Sachen bestellen.
Und damit sind nicht ein Satz Zündkabel und fertig gemeint. Bremsbacken, Bremszylinder, ein neuer Bremskraftverstärker, Bremssättel, Radlager vorn und hinten, Traggelenke, Spurstangenköpfe, Motorlager, ein Getriebelager von Nissan selbst. Die Art von Arbeit, die niemand sieht, die man aber in jeder Kurve und bei jedem Bremsvorgang spürt.
Und es hört nicht bei der Technik auf. Bis ins Detail wurde an den Gummis und der Verarbeitung gearbeitet: Stoßstangengummis vorn und hinten, Türdichtungen, Rücklichtdichtungen, der Schalthebelmanschette aus schwarzem Vinyl, ein Luftansaugkanal-Set, ein Batteriekasten mit Befestigungssatz, NGK-Zündkabel im bekannten Blau, die Armaturenbrett- und Instrumentenbeleuchtung und sogar das Seitenabdeckungs-Set für den Verstellmechanismus der Sitze.
Das ist die Art Teileliste, bei der man als Liebhaber heimlich kurz still wird, denn man weiß genau, was es kostet und wie viel Geduld es verlangt, all das zusammenzusuchen und montiert zu bekommen.
Die H4-Scheinwerfer mit Standlicht sorgen derweil dafür, dass man auch abends etwas mehr sieht als die Glühfäden, mit denen dieses Auto ab Werk auskommen musste. Ein kleines modernes Zugeständnis, aber eines, für das man auf einer dunklen Bergstraße dankbar ist.
Zugegeben, nach heutigen Maßstäben ist er nicht rasend schnell und schon gar nicht komfortabel im Sinne von Dämmung und Stille. Aber genau das ist der Punkt. Das ist echtes Fahren, so wie es gedacht war: Fenster runter, dritter Gang, der Sechszylinder, der erst im oberen Drehzahlbereich richtig seine Stimme findet, und dieses Gefühl, am Verkehr teilzunehmen, statt durch ihn hindurchgeschoben zu werden. Ein Auto mit enormem Sympathiefaktor, bei dem man an der Promenade nicht weiß, ob man einen frühen Japaner oder einen verkleideten Italiener vor sich hat.
Dass der 240Z inzwischen ein gefeiertes Sammlerstück ist, muss ich keinem Liebhaber erklären. Die guten Exemplare werden rarer, die Preise bewegen sich seit Jahren nur in eine Richtung, und ein so gezielt instandgesetztes Auto trifft man nicht jede Woche an. Dies ist so eines, das man kauft, um es zu fahren und zu behalten, nicht um es in die Ecke zu stellen.
Fahr ihn aus, und du verstehst sofort, warum Stuttgart 1969 kurz den Atem anhielt.
Besondere Merkmale
- Datsun 240Z von 1972, der Klassiker, der die Sportwagenwelt aufwirbelte
- Reiner Reihensechszylinder, 152 PS, herrlich handgeschaltet
- Ausgeführt in Weiß, klares Zweisitzer-Coupé
- Lederbezug und ein pures Interieur
- Umfassend restauriert mit Teilen von Z-Services (Frankreich)
- Komplett erneuertes Bremssystem: Bremskraftverstärker, Bremssattel, Zylinder und Backen
- Neue Radlager vorn und hinten, Traggelenke
Vollständiger Einblick in die Unterlagen, auf denen unsere Beurteilung beruht. Carfax-Fahrzeughistorie, Wartungsdokumentation und Lackschichtmessung — Seite für Seite durchblätterbar.
Blättern Sie durch Wischen, die Pfeiltasten auf dem Bildschirm oder die Pfeiltasten der Tastatur. Home und End führen zur ersten und letzten Seite. Doppeltippen oder zusammenziehen zum Zoomen. Escape schließt.